Der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte in Nordkorea, Marzuki Darusman, hat gefordert, die Entführungen von ausländischen Bürgern durch Nordkorea aufzuklären.
Diesen Vorschlag unterbreitete Darusman in einem Bericht für das Büro des Hohen Kommissars der UNO für Menschenrechte.
Für die Verbesserung der Menschenrechtslage in Nordkorea sollten neben den Anstrengungen hierfür auch Bemühungen unternommen werden, um Verantwortliche für Menschheitsverbrechen vor den Internationalen Strafgerichtshof zu stellen. Man müsse sich zuerst auf die Entführungen und das Verschwindenlassen von Ausländern konzentrieren, hinter denen vermutlich nordkoreanische Agenten als Täter steckten, betonte Darusman.
In dem Bericht steht, dass nordkoreanische Agenten von den 1960er bis 80er Jahren mehrere Hundert Menschen aus Südkorea, Japan und anderen Ländern entführt hätten.