Die US-Zeitung „The Washington Post“ hat die US-Regierung aufgefordert, in der nordkoreanischen Nuklearfrage ihre Haltung zu ändern.
Die Zeitung wies am Sonntag in einem Leitartikel darauf hin, dass die Vereinbarung zwischen Washington und Pjöngjang über einen vorläufigen Stopp des Urananreicherungsprogramms Nordkoreas vom Februar 2012 gebrochen wurde. Seitdem habe sich Washington gegenüber Pjöngjang stets desinteressiert gezeigt. Inzwischen bemühe sich Nordkorea, Nuklearkapazitäten aufzubauen.
Die Zeitung erwähnte einen Bericht der Webseite 38 North, nach dem Nordkorea in fünf Jahren 100 Atomwaffen besitzen könne. Der Bericht sollte der Obama-Regierung einen Ruck geben, damit sie handle.
Die Zeitung „The New York Times“ forderte Ende Februar unter Berufung auf den Bericht von 38 North, dass Nordkorea unverzüglich an den Verhandlungstisch geholt werden sollte.
Nordkorea-Experten in den USA verlangten ebenfalls, diplomatische Anstrengungen zu unternehmen, um Nordkorea zu einer Haltungsänderung zu bewegen.