Internationales
Washington relativiert umstrittene Äußerung von Vizeministerin über Geschichtsstreit in Asien
Write: 2015-03-03 11:51:47 / Update: 2015-03-03 14:22:40
Das amerikanische Außenministerium versucht offenbar, eine umstrittene Äußerung der US-Vizeministerin Sherman über den Geschichtsstreit in Nordostasien zu relativieren.
Die Äußerung der für politische Angelegenheiten zuständigen Vizeministerin Wendy Sherman spiegele mögliche Änderungen der amerikanischen Politik nicht wider, sagte die stellvertretende Außenamtssprecherin Marie Harf am Montag.
Die US-Regierung vertrete nach wie vor den Standpunkt, dass die japanische Regierung die Erklärungen der früheren Premierminister Murayama und Kono respektieren solle. Darin hatte sich die japanische Regierung für Fehler in der Vergangenheit entschuldigt.
Im Hinblick auf die Trostfrauenfrage kritisierte das US-Außenministerium zudem, der Menschenhandel zu sexuellem Zweck durch Japans Militär im Zweiten Weltkrieg sei eine schreckliche und grausame Verletzung der Menschenrechte.
Sherman hatte am vergangenen Freitag gesagt, es sei keine schwierige Sache, wenn ein politischer Führer einen Feind der Vergangenheit kritisiere und dafür billigen Beifall ernte. Eine solche Provokation bewirke jedoch keinen Fortschritt sondern eine Lähmung. Damit sei wohl angedeutet worden, dass Südkorea, China und Japan gemeinsam für die Vergangenheit verantwortlich seien.
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