Nach Einschätzung japanischer Medien hat sich Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye in ihrer Rede zum Jahrestag der Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März 1919 gegenüber Japan moderat verhalten.
Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, Park habe erneut Japan zur Haltungsänderung in Geschichtsfragen wie die Frage der Sexsklaverei des Militärs im Zweiten Weltkrieg aufgefordert. Der gesamte Ton sei jedoch moderat gewesen und Park habe keine starken Forderungen geäußert.
Park habe zwar Äußerungen, die unmittelbar an die Adresse der Abe-Regierung gerichtet sind, vermieden, berichtete NHK. Sie habe jedoch erneut eine vorsichtige Haltung gegenüber Japans Schritten in Bezug auf die Geschichtsauffassung an den Tag gelegt.
Die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ schrieb, Park habe mit der Thematisierung der Klitterung der Geschichte in Schulbüchern kritisiert, dass die japanische Regierung von einem US-Verlag die Korrektur der Angaben zur Sexsklaverei in einem Schulbuch gefordert habe.