Amnesty International hat über Japans Versuche der Leugnung der Zwangsrekrutierung von Sexsklavinnen für Soldaten im Zweiten Weltkrieg Besorgnis ausgedrückt.
In ihrem Jahresbericht betonte die Menschenrechtsorganisation, dass die Bekanntgabe der Ergebnisse der Überprüfung der Kono-Erklärung durch die japanische Regierung einen Versuch darstelle, die Entschuldigung für die Sexsklaverei zu korrigieren. Dies selbst sei bereits eine Leugnung der Verantwortung der Regierung.
Amnesty schrieb weiter, dass die japanische Regierung es weiter ablehne, den Begriff „Sexsklaverei“ zu verwenden und Opfer effektiv zu entschädigen. Japanische Politiker machten häufig Äußerungen, mit denen die Sexsklaverei geleugnet oder gerechtfertigt werde.
Angesichts der Volksverhetzung insbesondere gegen Koreaner hieß es, dass die japanische Regierung keine Maßnahmen zur Verhinderung der diskriminierenden Rhetorik treffe und damit von den internationalen Menschenrechtsstandards abrücke.