Eine in Washington ansässige Bürgergruppe will eine Rede von Japans Premierminister Shinzo Abe vor dem US-Kongress verhindern.
Das Gremium von Koreanern für die von Japan zur Sexsklaverei für das Militär verschleppten Frauen teilte mit, eine Petitionskampagne hierfür gestartet zu haben. Die Gruppe wolle nicht nur Koreaner in den USA sondern auch US-Bürger dazu bewegen, an Ed Royce, den Vorsitzenden des Außenausschusses des Repräsentantenhauses zu schreiben. Darin sollen sie sich dagegen aussprechen, dass Abe vor dem US-Kongress eine Rede halte, ohne sich für die Vergangenheit Japans aufrichtig zu entschuldigen und darüber nachzusinnen.
Abe wolle offenkundig die Kriegsverbrechen Japans leugnen und verwässern. Die Gruppe lehne eine Rede Abes sowohl vor dem Senat als auch dem Repräsentantenhaus strikt ab. Japan müsse wie Deutschland die volle Verantwortung für seine früheren Kriegsverbrechen übernehmen, forderte das Gremium.
Abe strebt an, bei seinem US-Besuch Ende April oder Anfang Mai als erster Premier Japans vor Abgeordneten beider Kammern zu reden. Darüber sollen beide Staaten nun Meinungen abstimmen.