Nordkorea und Japan haben laut Informationsquellen Ende Januar in Schanghai informelle Gespräche über die neue Untersuchung zu den nach Nordkorea entführten Japanern geführt.
Das berichteten die japanische Nachrichtenagentur Kyodo und die Zeitung „Yomiuri Shimbun“.
Japan sei von Junichi Ihara, dem Generaldirektor im Büro für Asien- und Ozeanien-Angelegenheiten im Außenministerium, vertreten worden. Für Nordkorea habe Kang Song-nam, Direktor im Ministerium für Staatssicherheit, verhandelt.
Nordkorea habe beim Treffen keine neuen Informationen über das Schicksal von entführten Japanern vorgelegt, meldete Kyodo. Beide Seiten hätten sich jedoch bereit gezeigt, ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zu bilden und Verhandlungskanäle aufrechtzuerhalten.
„Yomiuri Shimbun“ ging davon aus, dass die japanische Regierung Nordkorea aufgefordert habe, die Zwischenergebnisse der Untersuchung baldigst zu veröffentlichen, da die Untersuchung im kommenden Sommer zu Ende gehen soll.