Ein japanischer früherer Zeitungsreporter hat sich entschlossen gezeigt, Drohungen von rechtsorientierten Gruppen wegen seiner Berichterstattung zur Sexsklaverei des Militärs im Zweiten Weltkrieg nicht nachzugeben.
Er wolle sich ungerechten Drohungen auf keinen Fall beugen, sagte Takeshi Uemura am Sonntag.
Uemura hatte im August 1991 als Reporter der „Asahi Shimbun“ erstmals über Aussagen des inzwischen verstorbenen Opfers der Sexsklaverei, Kim Hak-soon, berichtet.
Die japanische Zeitung nahm jedoch im vergangenen August in den 1980er und 90er Jahren veröffentlichte Meldungen zur Zwangsrekrutierung von Sexsklavinnen zurück. Grund waren anscheinend falsche Fakten in einem als Grundlage verwendeten Zeugenbericht. Seitdem schickten rechtsorientierte Gruppen Uemura Drohschreiben.
Er habe niemals die Wahrheit verfälscht und lediglich geschrieben, dass Opfer betrogen und Trostfrauen geworden seien, betonte er. Er verklagte mittlerweile eine Wochenzeitschrift, die ihm eine Verdrehung von Tatsachen vorgeworfen hatte.