Die US-Regierung hat ihre Unterstützung für eine Gruppe von Historikern ausgesprochen, die Tokios Versuche der Geschichtsverzerrung abgelehnt hatten.
Das Sprecherbüro des Außenministeriums habe am Sonntag mitgeteilt, Washington unterstütze die akademische Freiheit als Grundlage einer demokratischen Gesellschaft nachdrücklich, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap News.
Die Äußerung war die erste Stellungnahme auf US-Regierungsebene zu Versuchen der Abe-Regierung, Passagen in Geschichtsbüchern zu korrigieren.
Japans Generalkonsulat in New York hatte zu Jahresende einen US-Verlag und die Autoren gebeten, Angaben in einem Schulgeschichtsbuch zur Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg zu ändern. Die Forderung wurde abgelehnt.
Daraufhin gaben 19 US-amerikanische Historiker letzten Donnerstag eine gemeinsame Erklärung ab. Sie seien sehr bestürzt über die jüngsten Versuche der japanischen Regierung, in Schulgeschichtsbüchern anderer Staaten die Angaben zu sogenannten Trostfrauen, die unter einem brutalen System der sexuellen Ausbeutung für die japanische imperialistische Armee im Zweiten Weltkrieg litten, auszulassen, hieß es darin.