Der Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Partei Japans, Katsuya Okada, hält Äußerungen von Premierminister Shinzo Abe zur Verfassungsänderung für sehr gefährlich.
Bei einem Treffen mit Journalisten am Freitag kritisierte Okada die Bemerkung Abes, wonach die aktuelle Verfassung Japans von "Nicht-Experten" des gemeinsamen Kommandos der Alliierten in nur acht Tagen geschaffen worden sei.
Mit der Bemerkung verachte Abe die vom japanischen Volk 70 Jahre lang beherzigte Verfassung, sagte Okada. In einem demokratischen Staat dürfe das nicht passieren. Abe müsse seine Auffassung korrigieren, so der japanische Oppositionschef weiter.
Abe hatte zuletzt angedeutet, nach den Parlamentswahlen im Sommer 2016 eine Verfassungsänderung auf den Weg zu bringen.