Laut dem UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte in Nordkorea Marzuki Darusman können Menschenrechte in Nordkorea und das gegenwärtige Regime dort nicht nebeneinander bestehen.
Er gehe von 80.000 bis 100.000 politischen Gefangenen in Nordkorea aus. Ihre Freilassung sei nur möglich, wenn das System der Kult-Führerschaft abgeschafft werde, sagte er am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press (AP).
Der einzige Weg hierfür sei die Absetzung der Kim-Familie und das Aufkommen einer neuen Führung, ergänzte Darusman.
Die jüngste Resolution zu den Menschenrechten in Nordkorea sei bedeutsamer als ähnliche Resolutionen, die zuvor verabschiedet worden seien. Denn erstmals werde Kim Jong-un für die Menschenrechtslage in Nordkorea verantwortlich gemacht. Die Resolution stelle eine grundlegende Änderung der internationalen Haltung dar, ergänzte er.
Die Nachrichtenagentur bezeichnete die unverblümten Worte eines UN-Beamten als ungewöhnlich.