Eine Gruppe von Japanern hat gegen die Zeitung „Asashi Shimbun“ wegen deren Meldungen zur Sexsklaverei für das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg geklagt.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
Über 8.700 Japaner, darunter auch Journalisten und Abgeordnete, hätten beim Bezirksgericht in Tokio die Zeitung verklagt. Sie forderten Schmerzensgeld und die Entschuldigung mit einer Anzeige in der Zeitung.
Die Kläger behaupteten, dass „Asahi Shimbun“ einen falschen Eindruck in der Weltgemeinschaft verbreitet habe, dass das japanische Militär Trostfrauen organisiert und gewaltsam verschleppt habe. Die Tageszeitung habe damit das Persönlichkeitsrecht und die Ehre der Japaner verletzt, hieß es.
„Asahi Shimbun“ hatte letztes Jahr in den 1980er und 90er Jahren veröffentlichte Meldungen zur Zwangsrekrutierung von Sexsklavinnen zurückgenommen. Grund waren falsche Fakten in einem als Grundlage verwendeten Zeugenbericht.