142 Abgeordnete aus der südkoreanischen Regierungspartei und der Opposition haben den 9. Artikel der so genannten Friedensverfassung Japans für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Dafür haben sie an einer Unterschriftenkampagne teilgenommen, die die japanische Bürgeraktivistin Naomi Dakas seit 2004 durchführt.
Die Beteiligung an der Kampagne hat der Abgeordnete der Saunuri-Partei Lee Ju-young damit begründet, dass der Schutz des Artikels einen Weg zum Schutz von Frieden in Nordostasien und auf der Welt bedeute. Sie hätten auch die Initiatorin der Unterschriftenaktion Dakas als Kandidatin für den Preis vorgeschlagen, weil der Friedensnobelpreis an eine einzelne Person oder eine Organisation vergeben werde.
Die Bezeichnung "Friedensverfassung" ist auf den Artikel 9 zurückzuführen, der Japan die Anwendung militärischer Gewalt und das Führen von Kriegen verbietet. Rechte Politiker und Bürger Japans fordern die Revision des Artikels, was für Befürchtungen in nordostasiatischen Ländern sorgt.