Angesichts neuer Entwicklungen in den USA in der Zollfrage hat die südkoreanische Regierung mehrere Treffen abgehalten, um das weitere Vorgehen zu koordinieren.
In Gesprächen mit den USA soll erreicht werden, dass der Schaden für südkoreanische Unternehmen möglichst gering bleibt.
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Freitag (Ortszeit) die von Präsident Donald Trump verhängten sogenannten reziproken Zölle gegen Handelspartner für unrechtmäßig erklärt. Kurz darauf berief Südkoreas Industrieminister Kim Jung-kwan eine Dringlichkeitssitzung seines Ministeriums ein.
Am Montag gab es ein Treffen von Vertretern aus der Wirtschaft und von Behörden. Dabei ging es um neue Maßnahmen, da die US-Regierung zu alternativen Mitteln wie einer Erhöhung der universellen Zölle greift. Die Regierung hält Veränderungen bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit koreanischer Produkte und beim Exportumfeld für unvermeidlich, sollten die USA einheitlich globale Zölle von 15 Prozent verhängen.
Kim wies auf die Möglichkeit hin, dass die USA auch künftig eine offensive Zollpolitik betreiben und dabei auf verschiedene Mittel setzen würden. Die Regierung setze auf freundschaftliche Gespräche mit den USA, damit die Auswirkungen für die Unternehmen möglichst gering bleiben. Dabei werde der Grundsatz verfolgt, dass die nationalen Interessen an erster Stelle stehen.
Die Regierung will außerdem an ihrem Plan für Investitionen in den USA in Höhe von 350 Milliarden Dollar im Wesentlichen festhalten. Die Investitionen sind Bestandteil der letztjährigen Zollvereinbarung. Derzeit würden konkrete Investitionsprojekte ausgewählt. Alle relevanten Verfahren würden planmäßig durchgeführt, erklärte die Regierung.