Das südkoreanische Vereinigungsministerium will der Öffentlichkeit den Zugang zu vier weiteren nordkoreanischen Zeitungen gewähren.
Zuvor hatte die Behörde die entsprechende Entscheidung für die nordkoreanische Staatszeitung „Rodong Sinmun“ getroffen.
Laut am Mittwoch veröffentlichten Angaben plant das Ministerium, 32.323 „Sonderunterlagen“ zu Nordkorea nach einem Auswahlprozess der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu zählen nordkoreanische Staatszeitungen wie die „Minju Joson“ und „The Pyongyang Times“. Zugleich will das Ressort an der Gesetzgebung und an institutionellen Verbesserungen arbeiten, die derartige Dokumente und Medien betreffen.
Vize-Vereinigungsminister Kim Nam-jung hatte die Entscheidung für die öffentliche Zugänglichmachung der „Rodong Sinmun“ und somit die Abkehr von der bisherigen Vorgehensweise damit begründet, dass staatliche Institutionen bislang Informationen zu Nordkorea monopolisiert und diese nur selektiv zur Verfügung gestellt hätten.
Das Ministerium wolle jedoch die Freigabe von Informationen zu und aus Nordkorea weiter ausbauen, um einen freien Zugang zu solchen Informationen zu ermöglichen. Dadurch könnten die Bürger die Informationen unabhängig vergleichen, bewerten und beurteilen und sich so selbst ein Bild von der Lage in Nordkorea machen.