Eine südkoreanische Missionarin ist in Russland festgenommen worden.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein koreanischer Missionar in Russland inhaftiert wurde.
Laut Berichten von lokalen Medien im Fernen Osten Russlands am Dienstag (Ortszeit) wurde die Missionarin mit Nachnamen Park Ende Januar in Chabarowsk festgenommen und befindet sich seitdem in Haft. Die von ihr betriebene religiöse Einrichtung sei aufgelöst worden.
Laut einem Beamten des südkoreanischen Außenministeriums schickte das Generalkonsulat in Wladiwostok nach Bekanntwerden des Falls einen Konsul nach Chabarowsk. Dieser habe sich noch am selben Tag mit Park getroffen, um sich über ihren Gesundheitszustand zu informieren. Das Konsulat habe die Behörden um eine humane Behandlung, zügige und faire Ermittlungen sowie ungehinderten Zugang Parks zu konsularischen Dienstleistungen gebeten. Auch ihre Familie in Südkorea solle konsularische Unterstützung bekommen.
Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Behörden, dass Park ein religiöses Camp für Kinder betrieben habe und einer US-amerikanischen religiösen Organisation angehöre. Nach Darstellung der Ermittlungsbehörden soll Park außerdem südkoreanischen Missionaren zur illegalen Einreise nach Russland verholfen haben.
Bereits im Januar 2024 war ein südkoreanischer Missionar in Wladiwostok wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden. Er befindet sich noch immer in Haft, zu einem Prozess kam es bislang nicht.