Nach Worten der Polizei in Korea sind persönliche Daten von mehr als 30 Millionen Kundenkonten beim Datenleck bei Coupang durchgesickert.
Dies gab Park Jeong-bo, Chef der Polizeibehörde von Seoul, vor der Presse bekannt. Dabei wies er darauf hin, dass noch nicht endgültig festgestellt worden sei, wieviele Daten gestohlen worden seien.
Bezüglich des Verdachts, dass der E-Commerce-Riese beabsichtigt hatte, das Ausmaß der Datenpanne herunterzuspielen, sagte Park, dies müsse noch überprüft werden. Zugleich erklärte er, dass sich die Lage von Coupangs Äußerungen unterscheide.
Coupang hatte im Dezember die Ergebnisse seiner „eigenen Untersuchung“ bekannt gegeben, nach denen ein ehemaliger chinesischer Mitarbeiter mit einem gestohlenen Sicherheitsschlüssel unbefugten Zugriff auf 33 Millionen Kundenkonten erlangt hatte. Er habe jedoch nur von etwa 3.000 Konten Kundendaten gespeichert, hieß es damals.
Nach dieser Bekanntmachung hatte die Polizei den Interimschef der Firma, Harold Rogers, vorgeladen, um ihn zu den Umständen dieser Untersuchung zu befragen. Er war jedoch beiden Forderungen der Polizei, am 5. und am 14. Januar zu erscheinen, nicht nachgekommen.