Der ehemalige Ministerpräsident Han Duck-soo hat Berufung gegen ein Gerichtsurteil eingelegt, nach dem er wegen seiner Schlüsselrolle bei einer Rebellion verbunden mit der Kriegsrechtsverhängung durch Ex-Präsident Yoon Suk Yeol zu 23 Jahren Haft verurteilt wurde.
Das Team um Sonderstaatsanwalt Cho Eun-suk, das die Ermittlungen zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Kriegsrecht durchgeführt hatte, legte ebenfalls Berufung ein.
Die Berufungsschriften beider Seiten wurden am Montag beim Bezirksgericht Seoul Zentral eingereicht.
Hans Vertretung nannte keinen konkreten Berufungsgrund.
Chos Team hofft auf eine Neuverhandlung der Anklagepunkte, von denen das Gericht erster Instanz Han freigesprochen hatte. Dazu zählt der Vorwurf der Verzögerung einer Kabinettssitzung zur Aufhebung des Kriegsrechts.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral hatte Han am 21. Januar zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. Aufgrund der Verdunkelungsgefahr wurde er zudem auf der Stelle in Haft genommen. Es war das erste Mal, dass ein ehemaliger Premierminister vor Gericht verhaftet wurde.