Im Prozess gegen Kim Keon-hee, Ehefrau von Ex-Präsident Yoon Suk Yeol, wird das Urteil in erster Instanz am Mittwoch gefällt.
Kim wurde als erste Ehefrau eines ehemaligen Staatspräsidenten in Südkorea angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Sie wird vieler Vergehen beschuldigt, darunter Aktienkursmanipulation.
In der abschließenden Verhandlung im Dezember beantragte die Sonderstaatsanwaltschaft 15 Jahre Haft für Kim. Gefordert wurden auch eine Geldstrafe von zwei Milliarden Won (rund 1,4 Millionen Dollar) und eine weitere Eintreibung von 900 Millionen Won (620.000 Dollar).
Zu den Vorwürfen gegen Kim zählt vor allem eine Verwicklung in die Manipulation des Aktienkurses des Automobilhändlers Deutsch Motors. Ihr wird auch eine Beteiligung an der Nominierung der ehemaligen Abgeordneten Kim Young-sun als Kandidatin der Partei Macht des Volks für die Nachwahlen vorgeworfen. Diese soll im Gegenzug für Umfragen, die Machtmakler Myung Tae-kyun für Yoon im Wahlkampf unentgeltlich durchgeführt hatte, erfolgt sein. Kim soll außerdem von der Vereinigungskirche im Gegenzug für Gefälligkeiten teure Geschenke, darunter eine Halskette der britischen Marke Graff, erhalten haben.