Der US-Sender Radio Free Asia (RFA) will seine Programme für Nordkorea in absehbarer Zeit wieder aufnehmen.
Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag (Ortszeit). Demnach soll die Produktion digitaler Inhalte zum Thema Nordkorea frühestens Ende der kommenden Woche wieder anlaufen. Auch die Radiosendungen sollen schrittweise wieder starten.
Radio Free Asia ist ein öffentlich finanzierter Auslandssender. Er wurde auf Basis eines vom US-Kongress verabschiedeten Gesetzes für den Auslandsrundfunk gegründet und richtet sich seit Jahren an Menschen in autoritär regierten Staaten Asiens, darunter auch Nordkorea.
Im vergangenen Jahr hatte der Sender seine Produktion eingestellt. Hintergrund waren Budgetkürzungen unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Trump unterzeichnete im März vergangenen Jahres ein Dekret, das die Personalstärke und den Aufgabenbereich der zuständigen Aufsichtsbehörde, der US Agency for Global Media (USAGM), deutlich reduzieren sollte.
Das Vorhaben stieß parteiübergreifend auf Kritik. Demokraten und Republikaner verständigten sich deshalb im Haushaltsentwurf für das laufende Jahr darauf, der USAGM 643 Millionen Dollar bereitzustellen.
Der Haushaltsentwurf ist noch nicht vom Kongress verabschiedet; zudem bedarf er die Unterschrift des Präsidenten.