Die südkoreanische Regierung will Regionen fusionieren und die dabei entstehenden „integrierte Sonderstädte" gezielt stärken.
Dazu legte sie als zentrales Mittel zur Unterstützung ein Paket aus Steuererleichterungen und Deregulierung vor.
Premierminister Kim Min-seok erklärte am Freitag, angesichts des Bevölkerungsrückgangs und der in vielen Landesteilen besonders starken Abwanderung wolle Südkorea sein bisheriges Entwicklungsmodell grundlegend neu ausrichten. Künftig solle stärker auf ein regional getragenes Wachstum gesetzt werden.
Kernstück der Reform sind zwei geplante Fusionen: Zum einen sollen die Stadt Daejeon und die Provinz Süd-Chungcheong fusionieren, zum anderen die Stadt Gwangju und die Provinz Süd-Jeolla. Aus diesen Zusammenschlüssen sollen integrierte Sonderstädte entstehen.
Für die neuen Einheiten will die Regierung jährlich bis zu fünf Billionen Won (rund 3,4 Milliarden Dollar) bereitstellen. Auf vier Jahre gerechnet sind damit insgesamt 20 Billionen Won (etwa 13,6 Milliarden Dollar) vorgesehen.
Zugleich ist geplant, den Status der integrierten Sonderstädte auf das Niveau der Hauptstadt Seoul anzugleichen. Auch bei der für 2027 vorgesehenen Verlagerung öffentlicher Institutionen sollen sie bevorzugt berücksichtigt werden. Unternehmen, die sich dort ansiedeln, sollen unter anderem durch Zuschüsse für Arbeitsplätze unterstützt werden.
Kim betonte, die starke Konzentration auf die Hauptstadtregion sei inzwischen nicht mehr Treiber des Wachstums, sondern ein Hemmnis für die nationale Entwicklung. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, diese Fusionen umzusetzen.