Das erste Gerichtsurteil im Fall des ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol wird am Freitag gefällt.
Gegen ihn laufen im Zusammenhang mit der Verhängung des Kriegsrechts am 3. Dezember 2024 insgesamt acht Gerichtsverfahren.
Der Verkündungstermin ist für 14 Uhr am 16. Januar am Bezirksgericht Seoul Zentral anberaumt. Es geht dabei um Vorwürfe wie gewaltsamen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Anstiftung zur Flucht eines Straftäters und Amtsmissbrauch zur Verhinderung der Ausübung von Rechten.
Yoon wurde im Juli letzten Jahres wegen des Verdachts angeklagt, im Januar Mitarbeiter des präsidialen Sicherheitsdienstes mobilisiert zu haben, um die Vollstreckung eines Haftbefehls gegen ihn zu verhindern.
Auch wird ihm vorgeworfen, bei der Ausrufung des Kriegsrechts nur ihm nahestehende Kabinettsmitglieder zusammengerufen zu haben, um den Anschein einer formalen Sitzung zu wahren. Damit soll er neun weitere Kabinettsmitglieder daran gehindert haben, ihr Recht auf Beratung über die Verhängung des Kriegsrechts auszuüben.
Das Team um Sonderstaatsanwalt Cho Eun-suk forderte in der abschließenden Verhandlung am 26. Dezember eine Freiheitsstrafe von insgesamt zehn Jahren für Yoon.