Der Streik von gewerkschaftlich organisierten Busfahrern in Seoul geht weiter.
Der erste Streik bei den Stadtbussen in Seoul seit zwei Jahren führte bereits jetzt zur bisher längsten Einstellung des Busbetriebs in der Geschichte und sorgt für immer größere Unannehmlichkeiten für die Öffentlichkeit.
Die Stadtverwaltung gab am Mittwoch, dem zweiten Streiktag, bekannt, die Notfallmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr zu verstärken.
Demnach gibt es ab heute 203 mehr U-Bahnfahrten als an einem gewöhnlichen Tag. Am ersten Streiktag gab es 172 mehr U-Bahnfahrten.
Die Stadtverwaltung will zudem durch Routenänderungen bei Stadtbussen, die nicht an der Arbeitsniederlegung beteiligt sind, und durch den Einsatz von Bussen öffentlicher Stellen den Komfort im öffentlichen Nahverkehr verbessern.
Am Mittwoch sind mit Stand 8 Uhr 562 der insgesamt 7.018 Stadtbusse in Seoul unterwegs. Mit acht Prozent ist der Anteil der Busse im Einsatz 1,2 Prozentpunkte höher als am Dienstag, als 6,8 Prozent verbucht wurden.
Die Busgewerkschaft von Seoul trat am Dienstagmorgen in den Streik, nachdem die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern gescheitert waren. Es ist das erste Mal, dass ein Streik von Busfahrern in Seoul länger als einen Tag dauert.