Photo : Yonhap / Seoul Central District Court
Das Urteil im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol wegen des Vorwurfs der Rebellion wird am 19. Februar verkündet werden.
Wegen des Vorwurfs, Anführer einer Rebellion gewesen zu sein, droht ihm die Todesstrafe, die gesetzliche Höchststrafe.
Das Team um Sonderstaatsanwalt Cho Eun-suk forderte am Dienstag in der abschließenden Verhandlung am Bezirksgericht Seoul Zentral die Todesstrafe für Yoon.
Das Team definierte die Verhängung des Kriegsrechts am 3. Dezember 2024 durch Yoon als einen schwerwiegenden Fall der Zerstörung der Verfassungsordnung durch staatsfeindliche Kräfte. Die Ermittler betonten, dass Yoon und die weiteren Hauptbeteiligten streng bestraft werden müssten.
Für den ehemaligen Verteidigungsminister Kim Yong-hyun wurde lebenslange Haft beantragt, für den früheren Kommandanten des Nachrichtendienstkommandos des Militärs, Noh Sang-won, eine Freiheitsstrafe von 30 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, eine Schlüsselrolle bei der Durchführung des Aufstandes gespielt zu haben.
Für den ehemaligen nationalen Polizeichef Cho Ji-ho wurden 20 Jahre Haft verlangt, für den früheren Polizeichef der Stadt Seoul Kim Bong-sik 15 Jahre Haft.
Yoon ergriff das letzte Wort und plädierte 90 Minuten lang darauf, nicht schuldig zu sein. Die Ausübung der verfassungsmäßigen Notstandsbefugnisse des Präsidenten zum Schutz des Landes und zur Wahrung der konstitutionellen Politik könnten keine Rebellion darstellen.
Die abschließende Anhörung begann am Dienstag um 9.30 Uhr und endete am Mittwoch um 2.25 Uhr.
Es ist das erste Mal seit dem Fall Chun Doo-hwan im Jahr 1996, dass für einen ehemaligen Staatspräsidenten die Todesstrafe wegen des Vorwurfs der Rebellion gefordert wurde.