Finanzminister Koo Yun-cheol hat Folgemaßnahmen zum Wechselkurs angekündigt.
Zwischen dem aktuellen Wechselkurs und den Fundamenten der koreanischen Wirtschaft gebe es immer noch eine Diskrepanz, sagte Koo am Donnerstag bei einem Treffen zur Marktlage. Daran nahmen auch der Gouverneur der Bank of Korea, Rhee Chang-yong, der Leiter der Finanzaufsicht, Lee Chan-jin, und der Vizevorsitzende der Finanzdienstekommission, Kwon Dae-young, teil.
Sie bewerteten die Lage an den Finanzmärkten in letzter Zeit als weitgehend stabil. Der Aktienmarkt sei dank eines Zuflusses ausländischen Investitionskapitals in Schwung gekommen. Die Renditen für Staatsanleihen blieben stabil.
Der Devisenmarkt sei jedoch immer noch von einer hohen Volatilität geprägt, wobei es nicht mehr so sehr die Erwartung eines Wertverlustes des südkoreanischen Won gebe.
Koo kündigte rasche Maßnahmen zur Förderung langfristiger Investitionen in einheimische Aktien an. Eine wichtige Rolle spiele dabei die möglichst baldige Einführung des Programms „Reshoring Investment Account“ (RIA). Nach diesem Programm sollen Anleger im Falle der Veräußerung ausländischer Aktien und der Rückkehr an die einheimische Börse von Steuern befreit werden.
Außerdem will sich der für Wirtschaft zuständige Vizepremier dafür einsetzen, dass die für April vorgesehene Aufnahme Südkoreas in den FTSE World Government Bond Index (WGBI) planmäßig zustande kommt. Auch für eine Aufnahme in den MSCI World Index will er sich nach Kräften engagieren.