Chinas strengere Exportkontrollen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck haben offenbar auch Einfluss auf Südkorea.
Das chinesische Handelsministerium gab am Dienstag bekannt, den Export von Dual-Use-Gütern nach Japan zu verbieten. Es handelt sich um Güter, die auch militärisch genutzt werden können.
Das Handels- und Industrieministerium überprüfte am Donnerstag bei einem Treffen zu Lieferketten mögliche Folgen der chinesischen Maßnahme für Südkorea.
Die Teilnehmer sahen die Möglichkeit eines Einflusses auf Südkoreas Importgeschäft und Industrie, sollte es zu Produktionsschwierigkeiten in Japan kommen. Erklärt wird dies mit dem Aufbau von Lieferketten, die von Rohstoffen aus China über verarbeitete Materialien aus Japan bis hin zu Fertigprodukten aus Südkorea reichen.
Um auf eine mögliche Störung in den Lieferketten für kritische Mineralien wie schwere Seltene Erden vorbereitet zu sein, beschloss die Regierung, Maßnahmen zu den jeweiligen Szenarien zu überprüfen. Darüber hinaus will Seoul hinsichtlich der mit Chinas Embargo verbundenen Einfuhrprodukte aus Japan die Möglichkeit einer Produktionserweiterung in Korea und alternative Importquellen prüfen. Mögliche Probleme mit der Versorgung sollen dadurch möglichst klein gehalten werden.