Eine chinesische Staatszeitung sieht Südkorea und China am Ausgangspunkt einer pragmatischen Zusammenarbeit.
Den Anlass dafür habe das Gipfeltreffen zwischen Präsident Lee Jae Myung und Präsident Xi Jinping gegeben, schrieb die Zeitung „Huanqiu Shibao“, ein Ableger des Organs der Kommunistischen Partei Chinas „Renmin Ribao“, im Leitartikel am Dienstag.
Angesichts der derzeit schleppenden Erholung der globalen Wirtschaft und des Aufkommens von Unilateralismus und Protektionismus stehe eine stabile Verbesserung der chinesisch-koreanischen Beziehungen im Einklang mit den Entwicklungsbedürfnissen beider Länder und entspreche außerdem den Erwartungen der Welt, hieß es.
Am auffälligsten beim China-Besuch von Präsident Lee sei es, dass er von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet worden sei. Dass die koreanische Geschäftswelt dem diesmaligen China-Besuch so große Bedeutung beigemessen habe, zeige deutlich, dass ein Voranschreiten der chinesisch-koreanischen Beziehungen auf einem gesunden Kurs für beide Länder eine vernünftige, realistische und unvermeidliche Entscheidung sei, hieß es.
Auch hieß es, dass Frieden und Entwicklung in der Region neuen Herausforderungen ausgesetzt seien. Beide Länder hätten die Verantwortung dafür und die Fähigkeit dazu, gemeinsam Frieden und Stabilität in Nordostasien zu bewahren.