Der kommissarische Chef der Nationalen Polizeibehörde, Yoo Jae-sung, hat sich für den Polizeieinsatz bei der kurzzeitigen Ausrufung des Kriegsrechts durch Ex-Präsident Yoon Suk Yeol im vergangenen Dezember entschuldigt.
Die Entschuldigung sprach Yoo am Montag im Vorfeld des ersten Jahrestags des Ereignisses bei einer landesweiten Videokonferenz von Polizeiführungskräften aus.
Die Polizei habe am Abend des 3. Dezember letzten Jahres in der Umgebung der Nationalversammlung den Zutritt der Abgeordneten kontrolliert. Dies sei ein verfassungs- und gesetzwidriger Akt gewesen, der die Demokratie und die verfassungsmäßige Ordnung gestört und den Alltag der Bürger bedroht habe, sagte er.
Die Polizei solle die Freiheit der Bürger und die gesellschaftliche Ordnung schützen. Jedoch sei sie aufgrund einer falschen Entscheidung eines Teils der Führung für das verfassungswidrige Kriegsrecht mobilisiert worden und habe damit den Bürgern große Enttäuschung und Wunden zugefügt, hieß es.
Anschließend stand er auf und verbeugte sich tief. Es war die erste offizielle Entschuldigung der Nationalen Polizeibehörde für das Vorgehen der Polizei im Zusammenhang mit der Verhängung des Kriegsrechts.