Südkorea und die Europäische Union sind am Freitag in Seoul zur jährlichen Sitzung ihres Rats für digitale Partnerschaft zusammengekommen.
Die Schaffung des Gremiums geht auf die 2022 vereinbarte digitale Partnerschaft zurück. Seit 2023 fand es auf Ministerebene statt. Seit diesem Jahr übernehmen den Vorsitz ein südkoreanischer Vizepremierminister und ein EU-Vizepräsident.
Südkorea wurde durch Vizepremierminister und Wissenschaftsminister Bae Kyung-hoon vertreten. Die EU wurde durch Henna Virkkunen vertreten, Vizepräsidentin und Kommissarin für Sicherheit, Demokratie und Werte.
Im Mittelpunkt standen technologische Innovationen in den Bereichen Halbleiter, 5G und 6G sowie Quantentechnologien. Beide Seiten berieten zudem darüber, wie sie durch Kooperationen auf den Feldern künstliche Intelligenz, Daten und Cybersicherheit ihre digitale Souveränität stärken können.
Die Delegationen tauschten sich über den Stand eines gemeinsamen Forschungsprojekts im Halbleiterbereich mit einem Umfang von zwölf Millionen Euro aus. Zudem wollen sie prüfen, wie dieses Vorhaben über das multilaterale Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont Europa“ der EU gefördert werden kann.
Zudem soll die gemeinsame Forschung über die auf Quantentechnologien spezialisierte multilaterale Plattform „QuantERA III“ ausgeweitet werden. Im Datenbereich planen beide Seiten eine vertiefte Kooperation beim Aufbau eines koreanischen Datenraums.