Die südkoreanische Regierung sollte nach Meinung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) notwendige Maßnahmen ergreifen, damit für Beamte die Freiheit legitimer Gewerkschaftsaktivitäten gewährleistet wird.
Diese Empfehlung verabschiedete die ILO auf der 355. Tagung ihres Verwaltungsrats am Donnerstag für eine Beschwerde des Gewerkschaftsdachverbandes Korean Confederation of Trade Unions (KCTU) und der Beamtengewerkschaft Korean Government Employees Union (KGEU).
Die Beamtengewerkschaft argumentiert, dass die Anordnung der Regierung, eine Abstimmung ihrer Mitglieder über die Arbeitspolitik im November 2022 einzustellen, gegen das ILO-Übereinkommen über die Vereinigungsfreiheit verstoße. Daraufhin reichte sie im März letzten Jahres eine Beschwerde ein.
Die ILO riet Regierung und Gewerkschaft dazu, auf Gesprächsangebote einzugehen. Dadurch müsse ermöglicht werden, dass sich die Beamtengewerkschaft öffentlich zur Wirtschafts- und Sozialpolitik äußern könne, die sich unmittelbar auf die Interessen der Gewerkschaftsmitglieder auswirke.
Das Arbeitsministerium teilte mit, dass es die Absicht hinter der Empfehlung respektiere. Das Ressort wolle umfassend überprüfen, was für eine bessere Gewährleistung der Arbeitsrechte der Beamten erforderlich sei.