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Kultur

[80 Jahre Unabhängigkeit – ein Rückblick] Die Demokratiebewegung in Gwangju (18. Mai 1980)

Write: 2025-05-23 13:21:50Update: 2025-05-23 14:21:43

[80 Jahre Unabhängigkeit – ein Rückblick] Die Demokratiebewegung in Gwangju (18. Mai 1980)

Photo : YONHAP News

Am 18. Mai 1980 erhoben sich die Bürger der Stadt Gwangju im Süden des Landes gegen die Militärherrschaft. Nachdem der langjährige Präsident Park Chung-hee im Oktober 1979 ermordet worden war, keimte in Südkorea die Hoffnung auf einen politischen Aufbruch, den viele als „Seouler Frühling“ bezeichneten. Doch die neu formierte Militärführung um Sicherheitskommandant Chun Doo-hwan nutzte die unruhige Übergangszeit, um ihre eigene Macht zu festigen. 

Als Anfang Mai 1980 die studentischen Demonstrationen für die Aufhebung des Kriegsrechts zunahmen, reagierte die Armeeführung mit einer landesweiten Verschärfung des Ausnahmezustands. Viele Aktivisten und Oppositionspolitiker wurden inhaftiert. Am 18. Mai entlud sich die angespannte Lage in Gwangju mit besonderer Härte. Luftlandetruppen gingen gewaltsam gegen protestierende Studierende vor – bereits an diesem Tag gab es die ersten Todesopfer. 

Der Widerstand breitete sich schnell in der gesamten Stadt aus. Am 21. Mai kam es zur entscheidenden Zuspitzung, als das Militär auf unbewaffnete Demonstrierende schoss. Viele Protestierende bewaffneten sich daraufhin mit Waffen aus den Depots der Reservisten, um sich gegen die Soldaten zur Wehr zu setzen. Mindestens 45 Menschen starben allein an diesem Tag, Hunderte weitere wurden verletzt. Die Heftigkeit des Widerstands überraschte die Regierungstruppen, die sich zunächst aus dem Stadtzentrum zurückzogen. Gleichzeitig riegelten sie jedoch Gwangju von der Außenwelt ab und bereiteten eine Großoffensive vor. 

In den frühen Morgenstunden des 27. Mai drang das Militär erneut in die Stadt ein und schlug den letzten Widerstand nieder. 17 Aktivisten kamen dabei ums Leben, rund 300  wurden festgenommen. Während der zehntägigen Auseinandersetzungen starben insgesamt 166 Zivilisten, mehr als fünftausend wurden verletzt oder verhaftet.

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