Südkorea will 2026 erstmals die jährliche Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO ausrichten.
Den Plan gab die Behörde für Nationales Erbe, Korea Heritage Service (KHS), am Dienstag bekannt.
Das Welterbekomitee ist ein zwischenstaatlicher Ausschuss, der für Neuaufnahmen in die Welterbeliste, die Überprüfung des Erhaltungszustandes der Einträge und deren Verwaltung zuständig ist. Seit dessen erster Sitzung im Jahr 1977 hat das Gremium noch nie in Südkorea getagt.
KHS kündigte an, noch in der ersten Jahreshälfte eine Ausschreibung für die Auswahl der Bewerberstadt durchzuführen. Außerdem soll eine eigene Organisation geschaffen werden, die beim diesjährigen Treffen die Aktivitäten in Bezug auf die Entscheidung über den nächstjährigen Gastgeber koordiniert.
Die Behörde will sich darüber hinaus für den Schutz und die Nutzung koreanischen Kulturerbes im Ausland engagieren. Koreanische Kulturgüter im Besitz der Nationalbibliothek Frankreichs und des Museums am Rothenbaum in Deutschland sollen untersucht werden.