Zur Unterstützung der Aufnahme von Dokumenten zum Jeju-Aufstand in das UNESCO-Weltdokumentenerbe ist am Montag in Berlin eine Sonderausstellung eröffnet worden.
Die Ausstellung beleuchtet die Chronologie des Aufstandes und die Vergangenheitsaufarbeitung der Einwohner der Jeju-Insel anhand von Fotos, Videos und Dokumentenkopien.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation des Romans „I Do Not Bid Farewell“ der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang, die in diesem Jahr den Literaturnobelpreis erhält. In dem Werk wird der Jeju-Aufstand thematisiert.
Bei einem Symposium zur Ausstellungseröffnung betonte Dan Smith, Direktor des Stockholmer Instituts für Internationale Friedensforschung (SIPRI), dass Han Kang, die den Prozess der Wahrheitsfindung in Bezug auf den Jeju-Aufstand literarisch verarbeitet habe, den Literaturnobelpreis erhält.
Die jüngsten Anstrengungen, die Wahrheit nach einem halben Jahrhundert des Schweigens ans Licht zu bringen, seien sehr bewegend und weltweit ein Beispiel für Erinnerungsarbeit, fügte er hinzu.
Die Ausstellung läuft bis zum 20. Oktober und wird ab dem 16. Oktober auch in London präsentiert.