Zwischen Südkorea und Japan gibt es nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums Gespräche über eine mögliche Aufnahme der umstrittenen Sado-Mine in die UNESCO-Welterbeliste.
Ministeriumssprecher Lim Soo-suk sagte am Donnerstag vor der Presse, Südkorea bleibe bei seiner Position, dass die gesamte Geschichte der Mine dargestellt werden müsse. Worüber genau zurzeit mit Japan gesprochen wird, sagte er nicht.
Der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS), der die UNESCO in Fragen zum Weltkulturerbe berät, hatte jüngst im Verfahren der Anerkennung der Sado-Mine als Weltkulturerbe einen „Aufschub“ beschlossen. Es wurde geraten, die Geschichte der Zwangsarbeit zu berücksichtigen.
In der Mine in der japanischen Präfektur Niigata hatten zahlreiche Koreaner während der japanischen Kolonialherrschaft Zwangsarbeit verrichten müssen. Angesichts der Kontroverse darüber hatte Japan die Geschichte der Mine im 20. Jahrhundert in seinem Antrag ausgeklammert.
Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme der Mine in die Liste wird das UNESCO-Welterbekomitee in seiner Sitzung Ende Juli treffen.
Wie verlautete, wolle die südkoreanische Regierung einen Konsens unterstützen, sollte ihre Position in dem Antrag berücksichtigt werden. Andernfalls wolle sie sich bis zum Schluss gegen die Aufnahme der Anlage in die Welterbeliste aussprechen.