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Hintergrund

Südkorea wegen möglicher Marktschwankungen nach US-Zinsentscheid alarmiert

#Themen der Woche l 2022-06-18

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die lange andauernde Inflation, eine mögliche weitere Straffung der amerikanischen Geldpolitik und eine drohende Rezession sorgen für Unruhe am Finanzmarkt.


Regierung und die Zentralbank Bank of Korea warnen vor einer zunehmenden Volatilität an den inländischen Finanz- und Devisenmärkten.


Das Finanzministerium teilte am Dienstag mit, dass zum Zwecke der Marktstabilisierung das Volumen des Rückkaufs von Staatsanleihen auf drei Billionen Won erweitert werde. Solidität und Liquidität von Finanzunternehmen sollen regelmäßig überprüft werden.


Die Bank of Korea eröffnete am Dienstagvormittag eine Dringlichkeitssitzung zur Überprüfung der Marktlage. Dabei wurden mögliche Auswirkungen der jüngsten Veränderungen an den internationalen Finanzmärkten auf die einheimischen Finanz- und Devisenmärkte unter die Lupe genommen. Die Zentralbank wolle die Marktsituation genau überwachen und nötigenfalls für die Marktstabilisierung aktiv eingreifen, hieß es.


In der gesamten Wirtschaft kommen unterdessen Krisengefühle auf.


Im Mai stiegen die Verbraucherpreise um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde die höchste Teuerungsrate seit 13 Jahren und neun Monaten verbucht. Im April waren Produktion, Konsum sowie auch Investitionen rückläufig. Die Leistungsbilanz der südkoreanischen Wirtschaft drehte erstmals nach 24 Monaten ins Minus.


Der Inflationsschock in den USA hat die Finanzmärkte weltweit erneut unter Druck gesetzt. Im Mai war in den USA die Teuerungsrate auf 8,6 Prozent in die Höhe geschnellt. Dies ist die höchste Inflationsrate seit 41 Jahren. Die Entwicklungen sorgten auch in Südkorea für einen Kurssturz und einen Wertverlust des Won. Der Leitindex Kospi unterschritt erstmals seit 19 Monaten die Marke von 2.400 Zählern.


Am südkoreanischen Aktien- und Anleihemarkt macht sich ein zunehmender Kapitalabfluss bemerkbar. Seit Juni wurden in sieben Tagen fast zehn Billionen Won (7,7 Milliarden Dollar) abgezogen. Von 2. bis 13. Juni tätigten ausländische Investoren an der Hauptbörse Kospi und am Technologiemarkt Kosdaq Nettoverkäufe in Höhe von insgesamt 3,1 Billionen Won (2,4 Milliarden Dollar).

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