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Hintergrund

Erwartung an Verbesserung koreanisch-japanischer Beziehungen steigt mit neuer Regierung

#Themen der Woche l 2022-05-14

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Anlässlich des Amtsantritts von Präsident Yoon Suk Yeol steigen die Erwartungen, dass sich die derzeit festgefahren Beziehungen zwischen Südkorea und Japan wieder verbessern können.


Yoon empfing am Dienstag den japanischen Außenminister Yoshimasa Hayashi, der ihm ein Schreiben von Premierminister Fumio Kishida überreichte. Das Schreiben war eine Antwort auf einen Brief von Yoon, der von einer nach Japan entsandten Delegation am 26. April an Kishida übermittelt wurde.


Diplomatischen Quellen zufolge soll Kishida großes Vertrauen in Yoons Willen für eine Verbesserung der koreanisch-japanischen Beziehungen sowie der strategischen Allianz zwischen beiden Ländern und den USA geäußert haben. Außenminister Hayashi sagte bei seinem Treffen mit Yoon ebenfalls, dass die Notwendigkeit einer Kooperation zwischen Südkorea und Japan sowie den USA nie so dringend gewesen sei wie heute.


Yoon hatte in seinem Schreiben an Kishida vorgeschlagen, auf der Grundlage des Geistes der Gemeinsamen Erklärung von 1998 eine zukunftsorientierte Beziehung aufzubauen.


Südkorea und Japan sind einander wichtige Partner, doch das Verhältnis ist belastet von Konflikten um den richtigen Umgang mit der Vergangenheit. In der Kontroverse dominieren die Frage der Entschädigung ehemaliger koreanischer Zwangsarbeiter unter der einstigen japanischen Kolonialherrschaft sowie die umstrittene Geschichtsdarstellung in japanischen Schulbüchern.


2015 schlossen die Regierungen beider Länder ein Übereinkommen zur Regelung der Frage der Opfer der Sexsklaverei durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg. Damit schien ein Weg für die Lösung der Vergangenheitsfrage geebnet zu sein. Die Einigung wurde jedoch danach unter der Regierung von Präsident Moon Jae-in widerrufen.


Die neue südkoreanische Regierung und die japanische Regierung äußern starke Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen. Eine Aussöhnung wird sich jedoch hinziehen, solange Tokio an seiner Position festhält, wonach mit dem bilateralen Grundlagenvertrag von 1965 und des Übereinkommens zur Trostfrauenfrage aus dem Jahr 2015 alle Schadenersatzansprüche geregelt seien. Das Interesse richtet sich darauf, ob Seoul und Tokio ein Durchbruch in dem Konflikt gelingen wird.

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