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Die klassische vierköpfige Familie wird immer seltener

#Themen der Woche l 2022-07-02

Nachrichten

ⓒGetty Images Bank

Vierköpfige Familien mit Ehepaar und zwei Kindern, die in Südkorea lange Zeit den größten Anteil an den Familienformen bildeten, werden immer seltener. 


Dem Statistischen Amt nach werden im Jahr 2050 vierköpfige Familien nur 6,2 Prozent aller Haushalte ausmachen. 


Dies geht aus den am Dienstag vom Statistischen Amt veröffentlichten Schätzungen für die Entwicklung der Haushaltsformen für den Zeitraum von 2020 bis 2050 hervor. 


Demnach machten im Jahr 2020 Einpersonenhaushalte mit 31,2 Prozent den größten Anteil aller Haushalte aus. Zweipersonenhaushalte folgten mit 28 Prozent. Bei 20,3 Prozent handelte es sich um Haushalte mit drei Personen. Haushalte mit vier Personen deckten lediglich einen Anteil von 15,8 Prozent. 


Die Zahl der Einpersonenhaushalte nimmt jährlich im Durchschnitt um 86.000 zu, während die Zahl der vierköpfigen Haushalte um durchschnittlich 62.000 schrumpft. Im Jahr 2050 wird demnach der Anteil der Single-Haushalte auf 39,6 Prozent und der der Zweipersonen-Haushalte auf 36,2 Prozent steigen. In 75,8 Prozent der Haushalte werden Menschen allein oder zu zweit leben. 


Haushalte mit drei Personen werden voraussichtlich auf einen Anteil von 16,6 Prozent zurückgehen. Haushalte mit vier Personen werden nur noch 6,2 Prozent aller Haushalte ausmachen. 


Ursache für diesen Trend sind veränderte Einstellungen zur Familie, die sinkende Geburtenrate und Gesellschaftsalterung. 


Haushalte, die auf Verwandtschaftsbeziehungen wie Eltern und Kinder aufgebaut sind, werden immer seltener. Im Jahr 2050 werden es voraussichtlich nur noch 57,3 Prozent sein. Im Gegensatz dazu nehmen Haushaltsformen ohne Verwandtschaftsbeziehungen angesichts des sich verbreitenden Trends zu Lebensgemeinschaften ohne Trauschein und Wohngemeinschaften, die aus finanziellen Erwägungen gebildet werden, immer mehr zu. 


Besonders ernsthaft ist das Problem der Alterung von Single-Haushalten. 2050 wird voraussichtlich die Hälfte der allein lebenden Menschen über 65 Jahre alt sein.

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