Ethnische Homogenität
Koreas Bevölkerung war lange Zeit ethnisch homogen geprägt. Durch den verstärkten Zuzug von Ausländern und von Angehörigen anderer Bevölkerungsgruppen verwandelt sich das Land jedoch immer mehr in eine multi-ethnische Nation.
Koreaner
- Definition
- Als „Koreaner“ bezeichnet man die Bewohner der koreanischen Halbinsel und des östlichen Teils der Mandschurei, die eine kulturelle Gemeinschaft bilden und die koreanische Sprache benutzen. Koreaner werden zur ostasiatischen Rasse gerechnet und Koreanisch zur Gruppe der altaischen Sprachen.
- Herkunft
- Das koreanische Volk ging aus den mandschurisch-tungusischen Stämmen hervor, die im Neolithikum aus dem Gebiet des heutigen China nach Osten zogen und sich in den gebirgigen Gebieten der koreanischen Halbinsel und in der Gegend des Amur niederließen. In der chinesischen Literatur werden diese ersten Koreaner unter der Bezeichnung „Dong-i“ erwähnt. Sie betrieben einen archaischen Totemkult und betrachteten den Bären als ihren Schutzgott. Zunächst lebten sie vor allem von der Jagd, ließen sich jedoch allmählich mehr und mehr als Bauern nieder. Die koreanische Ur-Nation Gojoseon wurde der Legende nach im Jahre 2333 v. Chr. von Dangun gegründet.